Sonntag, 15. November 2015

Von der Großstadt mitten ins Nichts

Hallo ihr Lieben,

in den letzten vier Wochen ist echt einiges passiert.Zuerst einmal war ich vor drei Wochen hier bei mir in der Nähe endlich einmal wieder reiten. Ich habe einen wunderschönen Ausritt durch den Regenwald hier gemacht und habe noch eine Reitstunde gesehen, die es dort auf dem Hof gab, aber Reiten hier ist schon etwas komplett anderes als in Deutschland. Für mich war es am Anfang schon eine große Umstellung, aber es hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht. Am selben Tag waren wir dann noch in einer Touristenstadt hier in der Nähe und dort gab es dann wirklich einfach mitten im Oktober eine 'kleine' Karnevals-Feier. Das gibt es in der Stadt immer im Oktober und für mich war es echt beeindruckend zu sehen wie viele Leute dort tanzend, singend und verkleidet über die Straße gelaufen sind. Für mich war das wirklich schon mehr Karneval als ich in meiner Stadt in Deutschland je mitbekommen habe, jedoch wurde mir von allen Brasilianern gesagt, dass das noch überhaupt gar nichts war und ich abwarten soll, bis die wirkliche Karnevals-Zeit beginnt. Jetzt freue ich mich noch mehr darauf einen richtigen brasilianischen Karneval mit zu erleben.
In der Woche danach war ich ansonsten nur auf zwei Geburtstagen und dann ging es an dem Samstag danach auch schon los nach Sao Paulo. Meine Gastschwester lebt dort und an diesem Wochenende war der 1. Geburtstag von meinem kleinen Neffen. Selbst für kleine Kinder wird ein ganzes Buffet, mit Animateuren, Spielehalle und gaaanz vielen Süßigkeiten gemietet. Sowas habe ich in Deutschland echt noch nie gesehen.
Sao Paulo ist die größte Stadt Lateinamerikas und kommt in ganz Amerika sogar schon hinter New York. Ich habe in meinem Leben noch nie so eine große Stadt gesehen und man hat sich noch einmal kleiner gefühlt wenn man in mitten von Hochhäusern steht. Es war auf jeden Fall echt mal schön zu sehen. Von Samstag auf Sonntag haben wir dann in einem Hotel übernachtet und am Sonntag sind wir in eine riesige Markthalle gefahren. Wir haben es nicht einmal geschafft einmal komplett darüber zu laufen weil es einfach zu groß ist. Ich habe einige bekannte Plätze von Sao Paulo gesehen und danach sind wir wieder zu meiner Schwester nach Hause gefahren. Während meine Gasteltern wieder zurückgefahren sind nach Hause, bin ich noch bis Donnerstag in Sao Paulo geblieben, Dort war ich in einem Park mitten in der Stadt und wir haben mit den meinen beiden kleinen Neffen Hühner mit Reis gefüttert und Fische beobachtet..eigentlich ganz normal, wenn man sich nicht gerade in einer Millionen-Stadt befinden würde. Die anderen beiden Tage war ich dann nur im Shopping-Center und habe eine Freundin getroffen, die nicht weit von Sao Paulo entfernt wohnt. Es war auf jeden Fall eine schöne Zeit dort.
Am Donnerstag Morgen ging es dann endlich los ins Pantanal und nach Bonito. Um 6.30 Uhr morgens musste ich am Treffpunkt sein und dort habe ich dann die anderen Austauschschüler getroffen, die auch mitfahren würden. Natürlich war die Stimmung gleich richtig gut und wir haben uns alle sofort gut verstanden. Wir haben dann den ganzen Tag im Bus verbracht und das nur um in einen anderen Staat zu kommen. Da sieht man mal wieder die Ausmaße von Brasilien. Wir haben dann in Campo Grande (Staat Mato Grosso do Sul) in einem Hotel übernachtet, nur um dann am nächsten Morgen noch einmal sechs Stunden zu fahren, um endlich in Bonito anzukommen. Trotz langer Fahrt waren wir alle super drauf. Nach dem Mittagessen und dem Check-in im Hotel ging es dann Freitagnachmittag gleich zu unserem ersten Programmpunkt: Rafting. Dafür sind wir zu einem wunderschönen Fluss gefahren, sind Wasserfälle runtergefahren, haben einen Tukan sehen und konnten dann später noch schwimmen gehen. Am Abend haben wir dann noch eine andere Gruppe von Austauschschülern getroffen, die aber schon am Ende ihrer Tour war.
Am nächsten Tag sind wir dann einen anderen Fluss, mit anderen Wasserfällen mit Reifen heruntergefahren. Außerdem haben wir Volleyball gespielt, waren bei einem Wasserfall schwimmen, waren klettern und konnten Bogenschießen.
Am nächsten Tag waren wir dann morgens in einer wunderschönen Grotte mit einem glasklaren blauen See. Auch wenn man dafür erstmal tausende Treppenstufen nach unten und später wieder nach oben musste: Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nachmittags waren wir dann kurz in der Stadt und sind danach zu einem Projekt mit Schlangen gefahren. Dort haben wir dann viel über Schlagen und ihr Wichtigkeit erfahren und konnten danach noch ein Bild mit einer von ihnen machen.
Der nächste Tag war dann schon unser vorletzter Tag in Bonito und wir waren schnorcheln in einem wirklich wirklich klaren Fluss mit wunderschönen großen Fischen. Ich glaube für mich war das echt das Highlight der Reise. Außerdem konnten wir dann noch von einer kleinen Seilbahn aus ins Wasser springen! Nachmittags waren wir dann in einem Hort für Kinder, um mit ihnen zu spielen und ihnen kleine Geschenke zu geben. Die waren echt wirklich süß und haben sich gefreut, dass wir da waren.:)
An diesem Abend sind wir dann noch einmal in die Stadt gegangen, um Souvenirs usw. zu kaufen.
Am nächsten Tag haben wir dann noch eine Wanderung durch einen wunderschönen Wald gemacht und auf dem Rückweg konnten wir bei sechs Wasserfällen schwimmen gehen. Auch wenn es manchmal echt anstrengend wurde, hatte es sich auf jeden Fall gelohnt.
Der nächste Tag hieß dann erst einmal wieder: Busfahrt! Für uns ging es jetzt wirklich weit weg von jeglicher Zivilisation: mitten ins Pantanal! Dort konnten wir auch nur mit Jeeps und wirklich klapprigen Bussen entlang fahren. Allein die Fahrt war echt ein Erlebnis.:D Am Abend ging es für mich dann auf eine Safari und da hat es dann mittendrin angefangen wirklich heftig zu regnen und selbst unterstellen hatte nicht wirklich viel gebracht und wir waren alle klitschnass. Denn wenn es in Brasilien einmal regnet, dann richtig. Am nächsten Morgen bin ich dann reiten gewesen und am Nachmittag waren wir fischen und konnten auch Krokodile sehen. Das war dann auch schon der letzte richtige Tag unserer Reise. Am Freitag sind wir dann früh am Morgen wieder losgefahren und nach zwei Tagen im Bus, bin ich dann gestern Abend wieder zu Hause angekommen und wurde erst einmal von einer riesigen Spinne begrüßt. Man könnte noch so viel zu diesem Trip schreiben, aber ich denke, dass ich erst einmal ein guter Einblick in das, was wir gemacht haben.

Liebe Grüße,

eure Lisa:)








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